Ärzte, die eine Praxis-App für Online-Terminbuchung eingeführt haben, berichten von einer Reduktion des eingehenden Telefonvolumens um 30 bis 50 Prozent, was die Entlastung des Praxisteams erheblich steigert. Der entscheidende Erfolgsfaktor ist die nahtlose Integration in die bestehende Praxisverwaltungssoftware.

Hintergrund

Der häufigste Fehler bei der App-Einführung: Die App wird parallel zum Telefonbetrieb eingeführt, ohne dass das Praxisteam aktiv auf die App umgeleitet wird. Patienten nutzen den Weg des geringsten Widerstands. Wer die App als Pflichtkanal für einfache Terminarten (Kontrolltermine, Blutabnahme) etabliert, sieht die stärkste Entlastung. Wichtig: Datenschutz und DSGVO-Konformität von Beginn an sicherstellen.

Wann gilt das nicht?

Für Notaufnahmen oder Fachpraxen mit sehr komplexen Terminbedarfen, die ausführliche Vorgespräche erfordern, sind reine Online-Buchungssysteme oft ungeeignet. Hier braucht es hybride Modelle.

Ärzteversichert empfiehlt für niedergelassene Ärzte neben der passenden Praxis-App auch eine regelmäßige Prüfung der digitalen Infrastruktur aus Versicherungsperspektive.

Praxis-Apps reduzieren den Telefonaufwand erheblich. Entscheidend für den Erfolg sind PVS-Integration und aktive Umleitung der Patienten auf den digitalen Kanal.

Quellen: KBV, Digitalisierungsreport 2025; Bitkom, Healthcare IT-Studie 2025; Kassenärztliche Bundesvereinigung, Praxisdigitalisierung 2025.

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