Bewertungsportale für Arztpraxen wie Jameda, Google und DocInsider unterliegen 2026 neuen Anforderungen durch den Digital Services Act der EU, der eine stärkere Authentifizierung von Bewertenden vorschreibt und Ärzten mehr Möglichkeiten gibt, nachweislich gefälschte Bewertungen löschen zu lassen. Die Änderungen stärken die Position von Ärzten gegenüber anonymen Negativbewertungen.
Hintergrund
Der Digital Services Act (DSA) verpflichtet Portale ab 2026 zur transparenteren Handhabung von Beschwerden und zur schnelleren Bearbeitung von Löschanfragen. Für Ärzte bedeutet das: Beschwerden über offensichtliche Fake-Bewertungen müssen innerhalb von 14 Tagen bearbeitet werden, und die Bewertenden müssen ihre Patienteneigenschaft bei Streit nachweisen können.
Wann gilt das nicht?
Echte negative Bewertungen von tatsächlichen Patienten können auch 2026 nicht einfach gelöscht werden, wenn sie keine nachweislich falschen Tatsachenbehauptungen enthalten. Meinungsäußerungen sind durch die Meinungsfreiheit geschützt.
Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, parallel zu einem aktiven Bewertungsmanagement ihre Berufshaftpflichtversicherung auf Datenschutz- und Reputationsschäden zu prüfen.
Bewertungsportale 2026 unterliegen dem Digital Services Act und bieten Ärzten mehr Schutz gegen Fake-Bewertungen. Echte kritische Meinungen bleiben aber weiterhin durch Meinungsfreiheit geschützt.
Quellen: EU Digital Services Act 2022/2065; Bundesärztekammer, Leitfaden Bewertungsportale 2025; Bundesgerichtshof, Urteil zu Arztbewertungen 2024.
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