Ärzte, die aktiv auf Bewertungsportalen reagieren und negative Bewertungen sachlich und professionell beantworten, berichten von deutlich weniger Neupatientenabbrüchen: Patienten, die eine durchdachte Antwort auf eine kritische Bewertung sehen, vertrauen der Praxis oft mehr, als wenn die Kritik ignoriert wird. Der häufigste Fehler ist emotionale Gegenangriffe.

Hintergrund

Eine negative Bewertung ist keine Katastrophe, wenn sie angemessen beantwortet wird. Das Standardformat einer professionellen Antwort: Dank für das Feedback, Bedauern über die Erfahrung, Hinweis auf die eigene Perspektive ohne Arztgeheimnis zu verletzen, und Einladung zum persönlichen Gespräch. Dieses Format zeigt Dritten, dass die Praxis Feedback ernst nimmt.

Wann gilt das nicht?

Eindeutige Fake-Bewertungen, die nachweislich nicht von tatsächlichen Patienten stammen, sollten nicht beantwortet, sondern umgehend beim Portal zur Löschung gemeldet werden. Hier empfiehlt sich juristische Unterstützung.

Ärzteversichert unterstützt Ärzte bei der Absicherung gegen Reputationsschäden und informiert über Rechtsschutzversicherungen, die Kosten für Gegendarstellungsverfahren abdecken.

Aktives Bewertungsmanagement mit sachlichen Antworten auf Kritik verbessert das Praxisimage bei Neupatienten erheblich. Fake-Bewertungen sollten gemeldet, echte Kritik professionell beantwortet werden.

Quellen: Bundesärztekammer, Leitfaden Bewertungsportale 2025; Jameda, Nutzungsstatistik 2024; Ärzteblatt, Praxismarketing-Bericht 2024.

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