Eine Praxiserweiterung bietet den klaren Vorteil, dass mehr Patienten versorgt werden können, das Honorar steigt und die wirtschaftliche Basis der Praxis gestärkt wird. Der wesentliche Nachteil liegt in erhöhten Fixkosten für Personal, Miete und Medizintechnik sowie im erhöhten Verwaltungs- und Managementaufwand.

Hintergrund

Vorteile: Honorarsteigerung, bessere Versorgungskapazität, Synergien durch Partnerschaft, Förderprogramme in unterversorgten Gebieten. Nachteile: höhere Betriebskosten, Finanzierungsbedarf, längere Arbeitszeiten in der Anlaufphase, Genehmigungsrisiken durch KV-Entscheidungen.

Wann gilt das nicht?

Wer sich in der Burnout-Prävention befindet oder eine Praxisabgabe plant, sollte keine Erweiterungsinvestitionen mehr tätigen. Auch Ärzte, deren aktuelle Praxis bereits unter der wirtschaftlichen Rentabilitätsschwelle liegt, sollten zuerst die bestehende Praxis optimieren.

Ärzteversichert unterstützt Ärzte bei der Risikoabsicherung einer Praxiserweiterung durch angepasste Praxisausfallversicherung und Betriebshaftpflichtdeckung für neue Behandlungsfelder.

Praxiserweiterungen steigern Honorar und Versorgungsqualität, erhöhen aber auch Fixkosten und Managementaufwand. Eine realistische Break-even-Analyse ist vor der Entscheidung unverzichtbar.

Quellen: KBV, Praxisgründungsleitfaden 2025; Bundesärztekammer, Praxismanagement 2024; KfW, Förderprogramme Gesundheitsversorgung 2025.

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