Praxis-Inventarversicherungen haben sich 2026 in zwei Bereichen weiterentwickelt: Erstens schließen mehr Tarife jetzt Cyberschäden an Medizingeräten als versicherten Tatbestand ein, was angesichts der zunehmenden Vernetzung von Medizintechnik wichtig ist. Zweitens ist die Unterversicherungsgefahr durch gestiegene Wiederbeschaffungswerte für Medizingeräte und Praxisausstattung gewachsen.
Hintergrund
Durch Inflation und Lieferkettenstörungen sind die Wiederbeschaffungskosten für Medizingeräte seit 2020 um 20 bis 35 Prozent gestiegen. Wer seine Versicherungssumme nicht angepasst hat, ist bei einem Totalschaden erheblich unterversichert. Die meisten Inventarversicherungen enthalten eine Unterversicherungsklausel, die die Entschädigung proportional kürzt.
Wann gilt das nicht?
Praxen, die ausschließlich mietetes oder geleastes Inventar nutzen, müssen keine eigene Inventarversicherung führen, da das Eigentum beim Vermieter oder Leasinggeber liegt. Hier ist jedoch die vertragliche Haftungsverteilung zu prüfen.
Ärzteversichert überprüft für Ärzte die aktuelle Versicherungssumme der Praxis-Inventarversicherung und passt sie an aktuelle Wiederbeschaffungswerte an.
Praxis-Inventarversicherungen 2026 müssen wegen gestiegener Gerätewerte auf Unterversicherung geprüft werden. Cyberschäden sind in modernen Tarifen jetzt häufiger mitversichert.
Quellen: GDV, Sachversicherungsreport 2025; Stiftung Warentest, Praxisversicherungen 2025; Bundesärztekammer, Praxisausstattungskosten 2024.
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