Ärzte, die eine erfolgreiche Praxisübergabe hinter sich haben, berichten fast einheitlich: Der wichtigste Faktor war frühzeitiger Beginn der Planung, mindestens fünf bis sieben Jahre vor der geplanten Übergabe. Wer erst mit 65 mit der Nachfolgesuche beginnt, findet häufig keinen Nachfolger oder muss erhebliche Preisabschläge akzeptieren.

Hintergrund

Die wichtigsten Erfahrungsberichte: Praxiswert regelmäßig alle fünf Jahre bewerten lassen, potenzielle Nachfolger aktiv aus dem eigenen Netzwerk identifizieren, Mentoring-Phasen mit dem Nachfolger einplanen, und die steuerliche Übergabestruktur früh mit dem Steuerberater besprechen. Eine gute Übergabe braucht mindestens 18 bis 24 Monate Vorbereitungszeit.

Wann gilt das nicht?

Bei ungeplanten Notfallübergaben durch Erkrankung oder Tod gelten andere Regeln. Hier ist eine existierende Notfallregelung im Praxisvertrag oder eine vorbereitete Vertretungslösung entscheidend.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, die Praxisübergabe in die langfristige Altersvorsorgeplanung zu integrieren und rechtzeitig mit einer vollständigen Bestandsaufnahme zu beginnen.

Praxis-Nachfolgeplanung sollte fünf bis zehn Jahre vor der Übergabe beginnen. Der Praxiswert und die Nachfolgersuche brauchen Zeit. Wer zu spät beginnt, zahlt durch Preisabschläge oder Praxisschließung.

Quellen: KBV, Praxisübergabeleitfaden 2025; Bundesärztekammer, Nachfolgestatistik 2024; IDW, Praxisbewertungsstandard 2024.

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