Ärzte, die ihre Praxis erfolgreich abgegeben haben, berichten von zwei zentralen Erkenntnissen: Der emotionale Wert der eigenen Praxis liegt fast immer erheblich über dem Marktpreis, und die Übergabe ist ein Prozess, kein einmaliges Ereignis. Wer eine Mentoring-Phase von sechs bis zwölf Monaten mit dem Nachfolger plant, erzielt bessere Verkaufspreise und sichert die Patientenkontinuität.

Hintergrund

Die häufigste Erfahrung: Arzt erwartet 300.000 Euro Goodwill, erhält aber nur 120.000, weil der Patientenstamm nicht vollständig übertragbar ist. Ein externer Gutachter, der die Praxis nach Ertragswertmethode bewertet, sorgt für eine realistische Erwartungssetzung. Steuerlich kann durch eine Kombination aus Freibetrag, Rentenmodell und Ratenzahlung der Nettoerlös erheblich gesteigert werden.

Wann gilt das nicht?

Bei Notfallabgaben durch Krankheit oder anderen ungeplanten Ereignissen gelten andere Bedingungen und Zeitdruck verringert den erzielbaren Preis erheblich. Eine BU-Versicherung und ein Notfallplan in der Praxis sind die richtige Vorsorge.

Ärzteversichert begleitet abgebende Ärzte bei der Überprüfung und dem strukturierten Übertrag der laufenden Praxisversicherungen auf den Nachfolger.

Praxisabgabe gelingt am besten mit realistischer Bewertung, frühzeitiger Steuerplanung und einer Mentoring-Phase mit dem Nachfolger. Erwartungen an den Goodwill müssen professionell kalibriert werden.

Quellen: IDW, Praxisbewertungsstandard 2024; Bundesärztekammer, Abgabestatistik 2024; Steuerberaterverband, Praxisübergabe-Leitfaden 2025.

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