Ärzte, die nach einem Herzinfarkt oder Burnout die Praxisausfallversicherung in Anspruch genommen haben, berichten überwiegend positiv: Die laufenden Praxiskosten (Miete, Personal) konnten weiter bezahlt werden, während der Arzt sich erholte. Die häufigste Warnung: Karenzzeiten von bis zu 12 Monaten können die Praxis in eine ernsthafte Liquiditätskrise treiben, wenn keine ausreichende Liquiditätsreserve vorhanden ist.

Hintergrund

Ein typisches Szenario: Arzt erleidet einen Bandscheibenvorfall und ist vier Monate arbeitsunfähig. Die Praxis läuft mit Vertretungsarzt weiter, aber das Honorar deckt nicht die Vollkosten. Die Praxisausfallversicherung springt ab dem ersten Tag (je nach Tarif) oder nach einer Karenzzeit ein und sichert die Differenz. Wichtig: Tarife mit kurzer Karenzzeit und hohem Tagegeld wählen.

Wann gilt das nicht?

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Krankentagegeldversicherung hat, hat die wichtigsten persönlichen Einkommensausfälle abgedeckt. Die Praxisausfallversicherung deckt zusätzlich die laufenden Praxiskosten ab, die bei bloßen Einkommensversicherungen nicht berücksichtigt sind.

Ärzteversichert analysiert die bestehende Absicherung niedergelassener Ärzte und empfiehlt die optimale Kombination aus Praxisausfall, Krankentagegeld und BU.

Die Praxisausfallversicherung sichert laufende Praxiskosten bei Arbeitsunfähigkeit. Karenzzeiten und Tagegeld müssen vorab sorgfältig gewählt werden, um Liquiditätslücken zu vermeiden.

Quellen: GDV, Betriebsunterbrechungsversicherungsreport 2025; Ärzteblatt, Praxisabsicherung 2025; KBV, Praxisversicherungen Leitfaden 2025.

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