Ärzte, die eine drohende Praxisinsolvenz erfolgreich abgewendet haben, berichten: Das frühzeitige Gespräch mit Steuerberater, KV und Bank hat die Praxis gerettet. Der häufigste Fehler ist Scham und Abwarten, bis das Problem zu groß wird. Wer bei ersten Liquiditätssignalen reagiert, hat noch alle Optionen offen.
Hintergrund
Bewährte Strategien zur Sanierung: Kurzfristige Kostensenkung durch Neuverhandlung von Miet- und Lieferverträgen, Stundungsvereinbarungen mit der KV, Überprüfung des Personaleinsatzes und, wenn nötig, eine außergerichtliche Sanierung mit einem Insolvenzberater. Wichtig: Die Zulassung bleibt in der Regel erhalten, solange der Arzt handlungsfähig ist und ein Sanierungsplan vorliegt.
Wann gilt das nicht?
Bei persönlichen Schulden des Arztes, die nicht mit dem Praxisbetrieb zusammenhängen, gelten andere Insolvenzregeln (Privatinsolvenz) und eine Trennung von Privat- und Betriebsvermögen ist entscheidend.
Ärzteversichert berät Ärzte in wirtschaftlichen Schwierigkeiten zur Optimierung der Versicherungsstruktur und zeigt auf, welche Versicherungen unnötige Kostenbelastungen darstellen.
Praxisinsolvenzen können durch frühzeitiges Handeln bei ersten Liquiditätsproblemen fast immer abgewendet werden. Scham und Abwarten sind die gefährlichsten Reaktionen auf wirtschaftliche Probleme.
Quellen: InsO §15a; Bundesärztekammer, Wirtschaftlichkeitsbericht 2025; KV Bayern, Praxisberatung Wirtschaftlichkeit 2025.
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