Eine Praxisübernahme bietet gegenüber einer Neugründung den Vorteil, sofort mit einem bestehenden Patientenstamm, funktionierender Infrastruktur und eingearbeitetem Personal zu starten. Der wesentliche Nachteil liegt in der Goodwill-Zahlung und dem Risiko versteckter Mängel oder eines schlechten Vorärzte-Rufs, der die Patientenbindung erschwert.

Hintergrund

Vorteile: sofortiger Cash-Flow, kein Anlaufkostenproblem, Kassensitz bereits vorhanden, Personal eingearbeitet. Nachteile: Goodwill muss bezahlt werden, verborgene Mängel möglich, Patientenbindung an den alten Arzt kann schwierig sein, alte Softwaresysteme und Wartungsrückstände bei Geräten.

Wann gilt das nicht?

In Regionen ohne verfügbare Praxen zur Übernahme ist eine Neugründung die einzige Option. Gleiches gilt, wenn das gewünschte Fachgebiet in einem Bereich keine Abgabepraxen hat.

Ärzteversichert begleitet übernehmende Ärzte mit einer vollständigen Versicherungsüberprüfung und empfiehlt ein optimales Absicherungspaket für die erste Phase nach der Übernahme.

Die Praxisübernahme bietet gegenüber der Neugründung sofortigen Patientenstamm und funktionierende Infrastruktur. Goodwill-Kosten und Due-Diligence-Aufwand sind die wesentlichen Nachteile.

Quellen: Bundesärztekammer, Übernahmeleitfaden 2025; KBV, Praxisübernahmestatistik 2024; IDW, Bewertungsstandard S1 2024.

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