Social Media bietet Arztpraxen erhebliche Vorteile bei der Patientengewinnung und Sichtbarkeit, birgt aber gleichzeitig erhebliche Rechtsrisiken durch das Heilmittelwerbegesetz, DSGVO-Anforderungen und Impressumspflichten. Wer die Rechtslage kennt, kann die Chancen nutzen und die Risiken minimieren.

Hintergrund

Vorteilhaft ist die kostengünstige Reichweite für Patientenansprache, die Möglichkeit zur Positionierung als Experte und die Senkung der Hemmschwelle für Erstkontakte. Nachteilig sind das Abmahnrisiko bei HWG-Verstößen, die DSGVO-pflichtigen Einwilligungen bei der Nutzung von Patientenfotos und der Zeitaufwand für regelmäßige Content-Erstellung.

Wann gilt das nicht?

Für Praxen in Sonderfachgebieten ohne öffentlichkeitswirksame Behandlungen, etwa Pathologie oder Labormedizin, ist der Social-Media-Vorteil deutlich geringer. Hier überwiegen die Risiken oft den Nutzen.

Ärzteversichert empfiehlt, bei der Praxis-Social-Media-Strategie von Anfang an auf eine Rechtsschutzversicherung mit Online-Rechtsschutz zu achten.

Vorteile: mehr Sichtbarkeit, Patientengewinnung, Expertenpositition. Nachteile: HWG-Abmahnrisiko, DSGVO-Aufwand, kontinuierlicher Zeitaufwand. Empfehlung: Rechtliche Prüfung und klares Redaktionskonzept vor dem Kanalstart.

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