Ärzte berichten, dass der Zeitaufwand für regelkonforme Sterilisation und Dokumentation regelmäßig unterschätzt wird, insbesondere seitdem die Anforderungen an Chargenprotokolle und Gerätewartung gestiegen sind. Viele kleinere Praxen haben daher auf Einmalinstrumente umgestellt und berichten von deutlicher Zeitersparnis.

Hintergrund

In Praxen mit niedrigem Volumen an Instrumentensterilisationen übersteigen die Kosten für Geräte, Wartung und Schulung häufig die Einsparungen gegenüber Einmalinstrumenten. Ärzte mit chirurgischem Schwerpunkt berichten dagegen, dass eine gut organisierte Aufbereitungseinheit mit geschultem Personal effizient betrieben werden kann.

Wann gilt das nicht?

Für Fachrichtungen mit sehr spezialisierten Instrumenten, etwa in der Ophthalmochirurgie, ist Einmalmaterial teuer und oft nicht verfügbar. Hier ist die eigenverantwortliche Sterilisation unumgänglich.

Ärzteversichert empfiehlt, Hygienekonzept und Haftpflichtversicherung aufeinander abzustimmen, insbesondere bei der Aufbereitung von Klasse-C-Medizinprodukten.

Praxis-Tipps: Bei geringem Sterilisationsvolumen Umstieg auf Einmalinstrumente prüfen. Bei Beibehaltung der Eigensterilisation: Chargenprotokoll digital führen, Gerätewartung terminieren, Personal regelmäßig schulen.

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