Die häufigsten Fallstricke bei Disease-Management-Programmen (DMP) sind: unvollständige oder verspätete Verlaufsdokumentationen (Feedbackberichte), fehlende Einschreibeeinwilligungen der Patienten und die Nichtbeachtung der Überweisungspflichten zu DMP-Spezialisten, die zu Honorarrückforderungen der KV führen.
Hintergrund
DMP-Programme (z. B. DMP Diabetes, DMP KHK, DMP COPD) bieten Praxen eine zusätzliche pauschale Vergütung pro eingeschriebenem Patient; im Gegenzug sind strukturierte Dokumentationspflichten und Qualitätsvorgaben zu erfüllen. Die KV prüft DMP-Dokumentationen regelmäßig; bei Mängeln werden DMP-Pauschalen zurückgefordert. Die Feedbackberichte der KV müssen innerhalb der vorgeschriebenen Fristen ausgefüllt und übermittelt werden.
Wann gilt das nicht?
Für Patienten, die die DMP-Einschreibevoraussetzungen nicht erfüllen (z. B. fehlende Diagnose nach DMP-Kriterien), darf keine DMP-Einschreibung erfolgen. Praxen ohne die notwendige Zertifizierung für bestimmte DMP-Programme können nicht teilnehmen.
Ärzteversichert informiert niedergelassene Ärzte über das optimale Praxiscontrolling zur Vermeidung von DMP-Dokumentationsfehlern und KV-Rückforderungen.
DMP-Pauschalen werden von der KV zurückgefordert, wenn Verlaufsdokumentationen unvollständig oder verspätet sind; strukturierte Praxisabläufe für DMP-Fristen sind unverzichtbar.
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