Erfahrene Ärzte raten einheitlich dazu, jede geleistete Mehrarbeit schriftlich oder per App zu erfassen, weil spätere Nachweise ohne eigene Dokumentation kaum gelingen.

Hintergrund

In der Praxis zeigen Erfahrungsberichte, dass viele Krankenhäuser Überstunden lange toleriert, aber nicht systematisch ausgeglichen haben. Ärzte in der Weiterbildung sind besonders betroffen: Sie leisten überdurchschnittlich viele Überstunden, trauen sich aber aus Karrieregründen selten, diese einzufordern. Wer eigene Aufzeichnungen führt, Datum, Uhrzeit, Grund, hat bei Streitigkeiten eine deutlich bessere Position.

Wann gilt das nicht?

Im Bereitschaftsdienst mit Heranziehungszeiten unter 50 % gilt die Zeit pauschal als Arbeitszeit; hier ist separate Dokumentation weniger kritisch. Selbstständige und Praxisinhaber müssen keine Überstunden beim Arbeitgeber einfordern.

Ärzteversichert unterstützt Ärzte dabei, ihre Arbeitsbedingungen, einschließlich Überstundenregelungen, bei der Vertragsgestaltung optimal aufzustellen.

Die wichtigste Empfehlung erfahrener Ärzte: Überstunden von Beginn an dokumentieren und Ausgleichsansprüche zeitnah, und schriftlich, geltend machen.

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