Der Versorgungsausgleich bei Scheidung stellt sicher, dass beide Partner fair an den während der Ehe erworbenen Rentenansprüchen beteiligt werden, für Ärzte mit hohen Versorgungswerk-Anwartschaften bedeutet dies jedoch eine erhebliche Kürzung der eigenen Altersrente.
Hintergrund
Nachteil für den besserverdienenden Arzt: Bei langen Ehen können die abgetretenen Anwartschaften die spätere Versorgungswerk-Rente um 20–40 % mindern, was eine erhebliche Vorsorgelücke erzeugt. Vorteil des Systems: Rechtssicherheit und faire Aufteilung ohne komplizierte Einzelverhandlungen. Die Abtretung erfolgt durch sogenannte externe Teilung beim Versorgungswerk, die das Versorgungswerk rechtlich und verwaltungsseitig abwickelt.
Wann gilt das nicht?
Durch Ehevertrag können Ärzte den Versorgungsausgleich für Versorgungswerk-Anwartschaften modifizieren oder ausschließen, was aber nur bei notarieller Beurkundung rechtswirksam ist.
Ärzteversichert unterstützt Ärzte dabei, die durch Scheidungsfolgen entstehenden Versorgungslücken durch geeignete Nachsorgemaßnahmen zu schließen.
Ärzte mit langen Ehen und hohen Versorgungswerk-Anwartschaften sollten die Scheidungsfolgen für ihre Altersversorgung frühzeitig planen, der Versorgungsausgleich kann die spätere Monatsrente erheblich mindern und erfordert Kompensation durch zusätzliche Vorsorge.
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