Eine durchdachte Entnahmestrategie lohnt sich für Ärzte ab dem Übergang in den Ruhestand, wenn ein größeres investiertes Vermögen aus ETFs, Fonds oder Depot systematisch entspart werden soll, ohne das Kapital vorzeitig aufzubrauchen.
Hintergrund
Die sogenannte 4-Prozent-Regel gilt als Orientierungswert: Wer jährlich maximal 4 % des Portfoliowerts entnimmt, sichert statistisch eine Entnahmedauer von 30 Jahren. Für Ärzte, die oft früher aus dem Klinikdienst ausscheiden, empfiehlt sich eine konservativere Quote von 3–3,5 %. Steuerlich gilt: Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag (1.000 Euro pro Person) sind steuerfrei, eine gezielte Realisierung von Kursgewinnen in niedrig besteuerten Jahren senkt die Gesamtsteuerbelastung. Ärzteversichert empfiehlt, die Entnahmestrategie mit der gesetzlichen Rente, dem Versorgungswerk und möglichen Mieteinnahmen zu koordinieren, um Steuerprogression zu glätten.
Wann gilt das nicht?
Bei kleinen Portfolios unter 200.000 Euro ist eine strukturierte Entnahmestrategie weniger relevant, hier überwiegen einfache Auszahlpläne. Wer das Vermögen vollständig vererben möchte, sollte auf Entnahme weitgehend verzichten und nur Erträge entnehmen.
Entnahmestrategien lohnen sich für Ärzte mit größerem Depot, um im Ruhestand Kapital langfristig zu erhalten. Eine jährliche Entnahmequote von 3–3,5 % gilt als nachhaltig.
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