Die Facharztprüfung lohnt sich für jeden Arzt, der langfristig Karriere in der Medizin plant, denn sie ist die Grundvoraussetzung für die vertragsärztliche Niederlassung, Leitungspositionen im Krankenhaus und höhere Vergütungsgruppen nach TV-Ärzte.

Hintergrund

Nach der Mindestweiterbildungszeit (je nach Fachgebiet 4–6 Jahre) kann die Prüfung bei der zuständigen Landesärztekammer beantragt werden. Die Facharztanerkennung ermöglicht nicht nur die Zulassung als Vertragsarzt, sondern erhöht auch das Bruttogehalt im Klinikbetrieb erheblich: Fachärzte verdienen je nach Fachrichtung 30–50 % mehr als Assistenzärzte. Wer eine Privatpraxis gründen möchte, braucht zwar formal keinen Facharzttitel, profitiert aber bei der Patientengewinnung und Abrechnung erheblich davon. Ärzteversichert empfiehlt, nach der Facharztprüfung direkt eine umfassende Versicherungsüberprüfung durchzuführen, da sich die Risikolage mit dem neuen Berufsstatus verändert.

Wann gilt das nicht?

Ärzte, die ausschließlich in der Forschung oder als Behördenarzt tätig sind, benötigen den Facharzttitel nicht zwingend. In manchen Forschungspositionen ist eine akademische Laufbahn (Habilitation) karriereentscheidender.

Die Facharztprüfung lohnt sich für alle Ärzte mit Karriereambitionen. Sie ist Voraussetzung für Niederlassung und führt zu deutlich höherer Vergütung.

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