Eine kostenfreie Familienversicherung wie in der GKV gibt es in der PKV nicht, Ehepartner und Kinder müssen jeweils eigene PKV-Verträge abschließen, was die Gesamtkosten für Familien mit mehreren Kindern erheblich erhöhen kann.

Hintergrund

In der gesetzlichen Krankenversicherung können nicht oder gering verdienende Ehepartner und Kinder beitragsfrei mitversichert werden. In der PKV zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag, für Kinder je nach Tarif zwischen 80 und 300 Euro monatlich. Für eine vierköpfige Familie kann die PKV-Gesamtbelastung schnell 1.500–2.000 Euro pro Monat erreichen. Ärzte, die in die PKV wechseln, sollten die Familienplanung in die Kostenabwägung einbeziehen. Ärzteversichert empfiehlt, Kinder in günstigen Kinderstarttarifen zu versichern und mit dem GKV-Beitrag des nicht selbstständig tätigen Ehepartners zu vergleichen.

Wann gilt das nicht?

Für PKV-versicherte Ärzte, deren Ehepartner ebenfalls gut verdient und selbst PKV-versichert ist, sind die Mehrkosten geringer. Bei Beamten oder Personen mit Beihilfeanspruch reduziert sich der PKV-Beitrag durch die staatliche Beihilfe erheblich.

Eine Familienversicherung in der PKV gibt es nicht, jedes Mitglied zahlt eigene Beiträge. Für Familien mit mehreren Kindern ist die GKV oft günstiger; ein individueller Vergleich ist unverzichtbar.

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