Eine fondsgebundene Rentenversicherung (Fondspolice) lohnt sich für Ärzte, wenn Kapitalerträge während der Ansparphase steuerfrei wachsen sollen und ein langer Anlagehorizont von mindestens 15–20 Jahren besteht.
Hintergrund
Der steuerliche Hauptvorteil der Fondspolice: Dividenden und Kursgewinne innerhalb des Versicherungsmantels unterliegen nicht der jährlichen Kapitalertragsteuer (25 % + Soli), sondern werden erst bei Auszahlung versteuert, und dann nur zur Hälfte, wenn das Vertragslaufzeitende nach dem 62. Lebensjahr liegt und der Vertrag mindestens 12 Jahre bestand. Nachteil: Die laufenden Verwaltungskosten (1–2 % p.a.) reduzieren die Nettorendite gegenüber einem Direktinvestment in ETFs. Für Ärzte in der Spitzensteuerklasse (42–45 %) kann der Steuervorteil dennoch die Mehrkosten überwiegen. Ärzteversichert empfiehlt, ausschließlich kostengünstige Nettotarife oder Honorarpolicen ohne Ausgabeaufschläge zu wählen.
Wann gilt das nicht?
Bei kurzer Laufzeit unter 12 Jahren entfällt der steuerliche Vorteil. Für Ärzte, die Flexibilität bei Entnahmen benötigen oder keine Verrentungspflicht akzeptieren möchten, ist ein ETF-Direktdepot oft sinnvoller.
Eine fondsgebundene Rentenversicherung lohnt sich für Ärzte mit langem Anlagehorizont und hohem Steuersatz. Kostengünstige Nettotarife sind Voraussetzung für einen echten Steuervorteil.
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