Professionelles Forderungsmanagement lohnt sich für Arztpraxen, in denen jährlich mehr als 50.000 Euro offene Forderungen entstehen und das Mahnwesen den Verwaltungsaufwand der MFA erheblich belastet.
Hintergrund
In Praxen mit hohem Privatpatientenanteil entstehen regelmäßig offene Forderungen durch nicht gezahlte GOÄ-Rechnungen oder von PKV-Versicherungen nicht erstattete Beträge. Ein strukturiertes Forderungsmanagement umfasst: Zahlungserinnerung nach 14 Tagen, Mahnung nach 30 Tagen und Inkassoeinleitung nach 60 Tagen. Spezielle Praxissoftware (z. B. medistar, Turbomed) bietet integrierte Mahnwesen-Automatisierung. Alternativ können Factoringunternehmen das komplette Forderungsmanagement übernehmen. Ärzteversichert empfiehlt, die Prozesse so zu gestalten, dass das Forderungsmanagement nicht die Arzt-Patienten-Beziehung belastet, professionelle Distanz durch Drittanbieter ist dabei oft sinnvoll.
Wann gilt das nicht?
Reine GKV-Praxen benötigen kein aktives Forderungsmanagement, da die KV-Zahlungen direkt und zuverlässig über das Abrechnungssystem erfolgen. Auch sehr kleine Praxen mit wenigen Privatpatienten erledigen das Mahnwesen meist intern.
Forderungsmanagement lohnt sich für Praxen mit hohem Privatpatientenanteil. Automatisierte Mahnsysteme oder Factoringanbieter reduzieren Zahlungsausfälle und entlasten das Praxisteam.
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