Die GOÄ-Reform 2026 lohnt sich für alle privatärztlich tätigen Ärzte, da die neue GOÄ nach jahrzehntelangem Reformstau erstmals wieder zeitgemäße Leistungsbeschreibungen und, nach Einigung mit PKV-Verbänden, angepasste Vergütungssätze enthält.

Hintergrund

Die aktuelle GOÄ stammt aus dem Jahr 1996 und enthält keine modernen Behandlungsverfahren wie Laser, minimal-invasive Chirurgie oder digitale Diagnostik. Die neue GOÄ (nGOÄ) soll dies korrigieren: Neu aufgenommene Leistungsziffern, aktualisierte Punktwerte und ein überarbeitetes Analogziffern-System sollen Ärzten eine korrekte Abrechnung moderner Medizin ermöglichen. Für Ärzte bedeutet dies voraussichtlich durchschnittlich 20–30 % höhere Privathonorar-Erlöse. Ärzteversichert empfiehlt, die Einführung der neuen GOÄ zum Anlass zu nehmen, bestehende GOÄ-Abrechnungsprozesse und Praxissoftware auf Kompatibilität zu prüfen.

Wann gilt das nicht?

GKV-Ärzte ohne Privatpatientenanteil profitieren von der GOÄ-Reform kaum. Auch bei sehr spezialisierten Leistungen, für die die nGOÄ noch keine abschließenden Ziffern enthält, kann eine Übergangsphase mit Unsicherheiten entstehen.

Die GOÄ-Reform 2026 lohnt sich für alle privatärztlich tätigen Ärzte durch höhere, zeitgemäße Honorare. Praxissoftware und Abrechnungsprozesse sollten frühzeitig auf die neue GOÄ umgestellt werden.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →