Kreditaufnahme lohnt sich für Ärzte immer dann, wenn die Investition (Praxisgründung, Geräte, Immobilien) eine Rendite erzeugt, die den effektiven Kreditzins übersteigt, und die Zinskosten steuerlich abgesetzt werden können.

Hintergrund

Ärzte genießen bei Banken eine exzellente Bonität, da sie statistisch niedrige Ausfallraten haben und planbare Einkommen erzielen. Spezialisierte Banken (Deutsche Apotheker- und Ärztebank, Bundesärztekammer-Verträge) bieten Ärzten günstige Konditionen für Praxisfinanzierungen an. Schuldzinsen für betriebliche Kredite sind als Betriebsausgaben abzugsfähig, bei einem Grenzsteuersatz von 42 % kostet ein 5 %-Kredit effektiv nur ca. 2,9 %. Ärzteversichert empfiehlt, Kreditentscheidungen immer mit einem Finanzberater auf Basis einer soliden Liquiditätsplanung zu treffen.

Wann gilt das nicht?

Konsumkredite für nicht-betriebliche Ausgaben lohnen sich für Ärzte nicht, hier ist Eigenkapital die erste Wahl. Kredite mit variablen Zinsen in Hochzinsphasen sollten gemieden werden.

Kreditaufnahme lohnt sich für Ärzte bei betrieblichen Investitionen mit Rendite über dem Zinssatz. Steuerliche Abzugsfähigkeit der Zinsen verbessert die effektive Kreditbelastung erheblich.

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