Laborabrechnung lohnt sich für Arztpraxen mit eigenem Gerät, wenn praxiseigene Präsenzdiagnostik (z. B. Blutbild, CRP, Urinstatus) nach EBM Kapitel 32 abgerechnet werden kann und der Befund direkt in die Behandlung einfließt.

Hintergrund

EBM-Laborleistungen teilen sich in Praxislaborleistungen (Kapitel 32.2, Präsenzdiagnostik) und Auftragsleistungen (Kapitel 32.3, Fremdlabor) auf. Praxislabor-Leistungen werden direkt von der Praxis erbracht und erstattet. Schnelltests (z. B. Streptokokken, Influenza, COVID) sind je nach Indikation extrabudgetär abrechenbar und daher besonders attraktiv. Die Geräteanschaffung amortisiert sich in stark frequentierten Allgemeinpraxen oft innerhalb von 12–24 Monaten. Ärzteversichert empfiehlt, Investitionen in Praxislabor-Geräte über den Investitionsabzugsbetrag steuerlich zu optimieren.

Wann gilt das nicht?

In kleinen Praxen mit geringem Untersuchungsvolumen übersteigen Anschaffungs- und Wartungskosten des Geräts die Abrechnungserlöse. Externe Labore sind dann wirtschaftlicher.

Laborabrechnung in der Praxis lohnt sich bei hohem Patientenvolumen und eigenem Gerät. Schnelltests können extrabudgetär abgerechnet werden, besonders rentabel in Allgemeinpraxen.

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