Eine Lebensversicherungskündigung lohnt sich für Ärzte, wenn der Vertrag eine schlechte laufende Rendite hat, der Rückkaufswert ausreichend hoch ist und das Kapital in renditestärkere Anlagen (z. B. ETF-Depot) umgeschichtet werden kann.
Hintergrund
Kapitalgebundene Lebensversicherungen aus den 1990er- und 2000er-Jahren liefern oft Garantiezinsen von 3,5–4 %, was bei aktuellen Marktzinsen relativ attraktiv ist. Neuere Verträge mit Garantiezinsen unter 1 % und hohen Kostenbelastungen sind dagegen häufig unwirtschaftlich. Vor einer Kündigung sollte geprüft werden: Steuerprivilegien (Verträge vor 2005 sind steuerfrei nach 12 Jahren), laufende Überschussbeteiligungen und der Rückkaufswert vs. gezahlte Beiträge. Ärzteversichert empfiehlt eine neutrale Analyse des Vertrags vor jeder Kündigung.
Wann gilt das nicht?
Lebensversicherungen mit Todesfallschutz für Familienabsicherung sollten vor Kündigung auf Alternativschutz geprüft werden. Rückkaufswerte in den ersten Jahren sind oft erheblich unter den eingezahlten Beiträgen.
Lebensversicherungskündigung lohnt sich, wenn die Rendite unter alternativen Anlagen liegt und keine Steuerprivilegien verloren gehen. Stets unabhängige Analyse vor der Kündigung einholen.
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