Liquiditätsplanung lohnt sich in jeder Arztpraxis ab dem ersten Betriebstag, weil KV-Honorare quartalsweise mit 6–8 Wochen Verzögerung ausgezahlt werden, während Gehälter, Miete und Geräteleasingraten monatlich fällig sind.

Hintergrund

Eine Praxis-Liquiditätsplanung umfasst einen rollierenden 12-Monats-Cashflow-Plan mit allen festen Ausgaben (Personal, Miete, Versicherungen, Darlehen) und geschätzten Einnahmen (KV-Honorarvorschüsse, Privatliquidation). Ein Liquiditätspuffer von 2–3 Monats-Fixkosten schützt vor unerwarteten Ausfällen. Für neu gegründete Praxen ist die erste Zeit besonders kritisch, da die KV erst nach dem ersten Quartal abrechnet. Ärzteversichert empfiehlt, für Praxisgründer einen Betriebsmittelkredit einzuplanen, der die Anlaufphase überbrückt.

Wann gilt das nicht?

Reine Privatarztpraxen mit sofortiger Liquidation haben gleichmäßigere Zahlungsströme. Angestellte Ärzte im MVZ haben keine eigene Liquiditätsproblematik.

Liquiditätsplanung ist für jede Kassenpraxis unverzichtbar, KV-Honorarverzögerung und monatliche Fixkosten erfordern eine Cashflow-Reserve von mindestens 2 Monatsumsätzen.

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