Ein definierter Personalschlüssel lohnt sich für Arztpraxen, wenn dadurch Über- und Unterbesetzung vermieden werden, Faustregel: 1 Vollzeit-MFA pro 500 Scheine/Quartal zuzüglich einer halben Stelle als Puffer für Urlaub und Krankheit.
Hintergrund
In der Primärversorgung gelten als Orientierungswert ca. 2–3 MFA-Vollzeitstellen pro niedergelassenem Arzt, abhängig von Fachrichtung, IGeL-Anteil und Digitalisierungsgrad. Zu wenig Personal führt zu Überlastung, Fehlern und Kündigungen; zu viel Personal erhöht die Fixkosten. Eine Personalbedarfsanalyse anhand von Scheincasemix, Öffnungszeiten und angebotenen Leistungen (Labor, EKG, Ultraschall) hilft, den optimalen Schlüssel zu ermitteln. KV-Honorareinnahmen und Fixkostenquote sollten regelmäßig mit dem Steuerberater abgeglichen werden. Ärzteversichert empfiehlt, Personalplanungsrisiken durch eine Praxisausfallversicherung abzusichern, die auch bei längerem Personalausfall greift.
Wann gilt das nicht?
Stark digitalisierte Praxen mit Online-Terminbuchung, digitalem Check-in und KI-gestützter Dokumentation können mit einem niedrigeren Personalschlüssel auskommen als traditionell organisierte Praxen.
Personalschlüssel von ca. 2–3 MFA-Vollzeitstellen pro Arzt ist ein guter Ausgangswert. Regelmäßige Personalbedarfsanalyse und Praxisausfallversicherung für Personalausfälle einplanen.
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