Eine ambulant betreute Pflege-WG lohnt sich für Ärzte im Pflegebedarf, wenn die Kombination aus gemeinschaftlichem Wohnen, individuell geplanter ambulanter Pflege und günstigeren Kosten gegenüber dem stationären Pflegeheim bevorzugt wird.

Hintergrund

In ambulant betreuten Wohngemeinschaften leben 4–12 pflegebedürftige Personen gemeinsam, jeder mit eigenem Zimmer, und teilen sich die Pflegeleistungen eines ambulanten Dienstes. Die Kosten liegen bei 2.500–3.500 € monatlich, unter dem Durchschnitt stationärer Pflegeheime (Eigenanteil Ø 2.411 € nach Pflegereform 2022). Pflegeleistungen aus der Pflegekasse können anteilig für die WG genutzt werden. Die Wohngemeinschaft wird von den Bewohnern selbst organisiert (oder durch Angehörige), was rechtliche Eigenverantwortung erfordert. Ärzteversichert empfiehlt, beim Vertragsabschluss mit dem ambulanten Pflegedienst auf klare Leistungspflichten und Haftungsregelungen zu achten und eine Pflegezusatzversicherung als Finanzierungspuffer zu haben.

Wann gilt das nicht?

Bei sehr hohem Pflegebedarf (Pflegegrad 5) oder demenziellem Vollbild, das eine strukturierte Rund-um-die-Uhr-Betreuung erfordert, bietet das stationäre Pflegeheim bessere Versorgungssicherheit.

Pflege-WG ist günstiger als Pflegeheim und bietet mehr Selbstbestimmung. Pflegeversicherungsleistungen können genutzt werden; Pflegezusatzversicherung als Eigenanteilspuffer sinnvoll.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →