Photovoltaik auf der Arztpraxis lohnt sich bei einem Stromverbrauch von über 20.000 kWh jährlich (typisch für medizintechnisch gut ausgestattete Praxen), einer Eigenverbrauchsquote über 50 % und Dachfläche mit Südausrichtung.

Hintergrund

Arztpraxen verbrauchen durch Beleuchtung, Medizintechnik, Klimaanlagen und IT erheblich mehr Strom als Büros, 30.000–80.000 kWh jährlich sind bei Praxen mit bildgebender Diagnostik keine Seltenheit. Eine 30-kWp-Anlage kostet 40.000–60.000 € und erzeugt ca. 27.000 kWh jährlich. Bei einem Eigenverbrauch von 60 % und einem Strompreis von 0,30 € spart die Praxis ca. 4.860 € jährlich; die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom beträgt nach EEG 2023 ca. 8,2 Cent/kWh. Investitionsabzugsbetrag (§7g EStG) und Abschreibungen mindern die Steuerlast. Ärzteversichert empfiehlt, PV-Anlagen auch über eine Photovoltaik-Haftpflicht und Ertragsausfall-Versicherung abzusichern.

Wann gilt das nicht?

Bei gemieteten Praxisräumen ohne Dachrechte, bei ungünstiger Nordausrichtung oder bei Praxen mit sehr geringem Eigenverbrauch (z. B. reinen Bestellpraxen mit kurzen Öffnungszeiten) amortisiert sich PV nicht rentabel.

Photovoltaik lohnt sich für Arztpraxen mit hohem Eigenverbrauch, Südausrichtung und eigenem Dach. IAB nutzen, Ertragsausfallversicherung abschließen und Amortisationsrechnung mit dem Steuerberater durchführen.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →