Eine Praxis-App lohnt sich für Arztpraxen, die digitale Patientenkommunikation, automatische Terminerinnerungen und digitale Anamnesebögen nutzen möchten, No-Show-Raten können durch automatische Erinnerungen um bis zu 30 % reduziert werden.

Hintergrund

Praxis-Apps kombinieren meist Terminbuchung, Erinnerungsfunktion, digitale Anamnesebögen, Rezeptanfragen und Videosprechstunden-Zugang in einer Patientenapp. Kosten: 50–200 € monatlich je nach Funktionsumfang. Die App muss DSGVO-konform sein, einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter voraussetzen und an das Praxisverwaltungssystem angebunden sein. Bekannte Anbieter: Nelly, Mediteo, Jameda Pro, Doctolib Patient-App. Die Akzeptanz hängt stark von der Patientendemografie ab: unter 50-jährige Patienten nutzen Apps deutlich häufiger. Ärzteversichert empfiehlt, bei der Auswahl einer Praxis-App auf DSGVO-Konformität, Datenspeicherort (Deutschland/EU) und Anbindung ans PVS zu achten.

Wann gilt das nicht?

Praxen mit überwiegend älteren Patienten (über 65 Jahre) oder ohne Digitalisierungsinfrastruktur profitieren weniger. Eine Praxis-App ersetzt nicht die menschliche Kommunikation und sollte als Ergänzung, nicht als Substitut eingesetzt werden.

Praxis-App lohnt sich für Praxen mit digitalaffinen Patienten: No-Show-Reduktion durch Erinnerungen, digitale Anamnese spart Sprechstundenzeit. DSGVO-Konformität und PVS-Anbindung sind Pflichtkriterien.

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