Praxis-Controlling lohnt sich für Arztpraxen ab einem Jahresumsatz von 300.000 €, da monatliche Kennzahlenauswertung (Honorar je Schein, Betriebskosten, Personalquote, Liquidität) Optimierungspotenziale von typischerweise 5–15 % des Umsatzes erschließt.

Hintergrund

Strukturiertes Praxis-Controlling umfasst: monatliche BWA-Analyse (betriebswirtschaftliche Auswertung) mit Steuerberater, Vergleich von KV-Honorar mit Fachgruppendurchschnitt, Kostenstellenrechnung für Personalkosten und Materialkosten sowie Liquiditätsplanung für Steuerzahlungen. Einige Praxisverwaltungssysteme (z. B. Medistar, Turbomed) bieten integrierte Controlling-Module. Frühzeitige Erkennung von Honorarkürzungen durch die KV, unerwarteten Kostensteigerungen oder Liquiditätslücken verhindert teure Korrekturen. Ärzteversichert empfiehlt, das Praxis-Controlling in eine jährliche Gesamtplanung einzubetten, die auch Versicherungskosten und Investitionsabzugsbeträge berücksichtigt.

Wann gilt das nicht?

Sehr kleine Praxen (unter 200.000 € Jahresumsatz) mit stabilen Rahmenbedingungen und erfahrenem Steuerberater kommen mit halbjährlichen Auswertungen aus, aufwändiges Monatscontrolling ist dort unverhältnismäßig.

Praxis-Controlling ab 300.000 € Jahresumsatz monatlich durchführen: BWA-Analyse, KV-Honorar-Benchmarking und Liquiditätsplanung decken Optimierungspotenziale von 5–15 % auf.

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