Eine Praxisgründung lohnt sich für Ärzte, wenn ein wirtschaftlich attraktiver Standort, ein verfügbarer Kassensitz und eine solide Anschlussfinanzierung vorhanden sind. Niedergelassene Ärzte erzielen im Schnitt höhere Nettoeinkommen als angestellte Kollegen, allerdings erst nach einer Anlaufphase von meist zwei bis fünf Jahren.
Hintergrund
Der Weg in die Niederlassung erfordert neben fachlicher Qualifikation auch unternehmerisches Denken. Die Investitionskosten für eine Neugründung liegen je nach Fachrichtung und Ausstattung zwischen 150.000 und 500.000 Euro. Kassensitze werden über die Kassenärztliche Vereinigung vergeben; in überversorgten Planungsbereichen sind Sitze nur durch Praxisübernahme oder Sonderbedarfszulassung erhältlich. Steuerliche und versicherungsrechtliche Absicherung sollten von Beginn an geplant werden, hier berät Ärzteversichert umfassend.
Wann gilt das nicht?
Eine Neugründung ist weniger sinnvoll, wenn der Standort bereits überversorgt ist und kein wirtschaftlicher Bedarf nachgewiesen werden kann. Auch wer nur kurze Zeit bis zur Rente plant oder keine langfristige Kapitalbindung eingehen möchte, fährt mit einer Anstellung oder einem MVZ-Modell oft besser.
Eine Praxisgründung lohnt sich, wenn Kassensitz, Finanzierung und Standortwahl stimmen und der Arzt bereit ist, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. In der Regel amortisiert sich die Investition nach zwei bis fünf Jahren.
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