Eine neue Praxissoftware lohnt sich, wenn das bestehende System mehr als fünf Jahre alt ist, keine zertifizierte Telematikinfrastruktur-Anbindung bietet oder Abrechnungsfehler durch manuelle Korrekturen zunehmen. Moderne Praxisverwaltungssysteme reduzieren den Verwaltungsaufwand pro Quartal nachweislich um mehrere Stunden.

Hintergrund

Seit der verpflichtenden TI-Einführung müssen alle zugelassenen Vertragsarztpraxen über zertifizierte Konnektoren und kompatible Software verfügen. Systeme wie Dampsoft, Medistar oder tomedo bieten zudem integrierte Online-Terminbuchung, digitale Anamnesebögen und KI-gestützte Abrechnungsoptimierung. Die Wechselkosten, Datenmigration, Schulung, Schnittstellenanpassung, liegen meist zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Ärzteversichert rät, den Wechsel mit einer umfassenden Praxiskostenanalyse zu verbinden.

Wann gilt das nicht?

Bei einer Praxis kurz vor Abgabe oder Schließung ist ein Softwarewechsel wirtschaftlich kaum sinnvoll. Auch wer gerade erst eine neue Software eingeführt hat und noch in der Einarbeitungsphase steckt, sollte nicht vorschnell wechseln.

Eine Praxissoftware-Auswahl lohnt sich, wenn das bestehende System veraltet ist, die TI-Anbindung fehlt oder Effizienzgewinne durch Digitalisierung erzielt werden können. Der Aufwand amortisiert sich meist innerhalb von ein bis zwei Jahren.

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