Private Equity lohnt sich für Ärzte, wenn mindestens 100.000 Euro frei investierbar sind, ein Anlagehorizont von sieben bis zehn Jahren besteht und die Illiquidität während der Fondslaufzeit akzeptiert werden kann. Historisch erzielen PE-Fonds eine Überrendite von drei bis fünf Prozentpunkten gegenüber börsennotierten Aktien, bei deutlich höherem Risiko.

Hintergrund

Private-Equity-Fonds investieren in nicht börsennotierte Unternehmen und schütten erst am Ende der Fondslaufzeit aus. Zugang erhalten Ärzte meist über Dachfonds, Plattformen wie Moonfare oder über Privatbanken. Die Mindestanlagesummen bei Direktfonds beginnen bei 200.000 Euro; steuerlich werden Erträge als Kapitalerträge behandelt, Verluste sind begrenzt verrechenbar. Ärzteversichert empfiehlt, Private Equity als Beimischung von maximal 10 bis 15 Prozent des Gesamtvermögens einzusetzen.

Wann gilt das nicht?

Für Ärzte mit hohem Liquiditätsbedarf, etwa wegen laufender Praxisfinanzierung oder Immobilienkrediten, ist Private Equity ungeeignet, da Kapital für viele Jahre gebunden ist. Auch als alleinige Altersvorsorge ist die Assetklasse zu risikoreich.

Private Equity lohnt sich für Ärzte mit freiem Kapital, langem Horizont und Risikobereitschaft als Beimischung zum Portfolio. Als alleinige Anlageform oder bei hohem Liquiditätsbedarf ist es ungeeignet.

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