Psychotherapie lohnt sich in der PKV besonders dann, wenn der gewählte Tarif ambulante Psychotherapieleistungen unbegrenzt nach GOÄ erstattet und der Versicherte lange Wartezeiten auf einen Kassentherapieplatz vermeiden möchte. PKV-Versicherte erhalten in der Regel innerhalb weniger Wochen einen Therapieplatz, während GKV-Patienten oft Monate warten.

Hintergrund

Die PKV erstattet Psychotherapie nach GOÄ, sofern der Tarif keine Sitzungsbegrenzung vorsieht. Verhaltenstherapie, analytische Psychotherapie und tiefenpsychologisch fundierte Therapie sind erstattungsfähig. Die Kosten pro Sitzung liegen je nach Therapeut zwischen 100 und 200 Euro; bei 80 bis 100 Sitzungen einer Langzeittherapie summiert sich das auf erhebliche Beträge. Ärzteversichert prüft, ob der aktuelle PKV-Tarif ausreichende Psychotherapieleistungen beinhaltet oder eine Ergänzung sinnvoll ist.

Wann gilt das nicht?

Bei PKV-Tarifen mit ausdrücklicher Sitzungsbegrenzung oder Einschluss nur bestimmter Therapieformen sind die Leistungen eingeschränkt. Auch Vorerkrankungen bei Vertragsabschluss können zur Leistungsausschlusses führen.

Psychotherapie lohnt sich in der PKV, wenn der Tarif unbegrenzte Erstattung bietet und schneller Zugang zu einem Therapieplatz wichtig ist. PKV-Versicherte profitieren gegenüber GKV-Versicherten von kürzeren Wartezeiten und höherem Behandlungskomfort.

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