Ein PKV-Selbstbehalt lohnt sich für Ärzte, die gesund sind und die Krankenversicherung selten in Anspruch nehmen, da ein Selbstbehalt von 300 bis 1.200 Euro jährlich die monatliche Prämie um 30 bis 100 Euro senkt und gleichzeitig die Beitragsrückerstattung erhöht. In Jahren ohne oder mit geringen Arztkosten übersteigen die Ersparnisse den Selbstbehalt bei weitem.
Hintergrund
Die PKV bietet verschiedene Selbstbehaltstufen an; je höher der Selbstbehalt, desto niedriger die Prämie. Besonders für junge, gesunde Ärzte in der Weiterbildung ist dies eine Möglichkeit, die PKV-Kosten zu reduzieren. Im Alter steigt das Risiko häufiger Arztbesuche, weshalb ein Selbstbehalt dann zu einer Kostenfalle werden kann. Ärzte sollten zudem bedenken, dass Selbstbehalt die Beitragsrückerstattung optimiert, aber bei chronischen Erkrankungen langfristig zu höheren Gesamtkosten führt. Ärzteversichert analysiert auf Wunsch das optimale Selbstbehaltsniveau.
Wann gilt das nicht?
Bei bekannten chronischen Erkrankungen, Familienplanung oder häufigem Arztbesuchen überwiegen die Kosten des Selbstbehalts schnell die Prämienersparnis. Auch ältere Ärzte sollten den Selbstbehalt reduzieren oder ganz verzichten.
Ein PKV-Selbstbehalt lohnt sich für gesunde, junge Ärzte mit geringem Leistungsverbrauch. Die Prämienersparnis übersteigt in guten Jahren den Selbstbehalt, bei chronischen Erkrankungen oder häufiger Inanspruchnahme kehrt sich dieser Vorteil um.
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