Einen Chefarzt-Vertrag sollte man sorgfältig vorbereiten, sobald eine Leitungsposition angeboten wird, da Chefarztverträge komplexe Regelungen zu Liquidationsrecht, Nebentätigkeiten, Haftung und Dienstpflichten enthalten, die mit professioneller Rechts- und Versicherungsberatung geprüft werden müssen.
Hintergrund
Chefarztverträge sind Individualvereinbarungen, die das Grundgehalt, das persönliche Liquidationsrecht für Wahlleistungspatienten, Beteiligungen an Pooleinnahmen und die Verantwortung für Abteilungsbudgets regeln. Der Chefarzt trägt eine besondere persönliche Haftung für Managemententscheidungen, die durch eine D&O-Versicherung abgedeckt sein muss. Nebentätigkeiten und gutachterliche Aktivitäten sollten explizit im Vertrag geregelt sein. Ärzteversichert prüft, ob bei Chefarzttätigkeiten Versicherungsschutz und Vertragsinhalt aufeinander abgestimmt sind.
Wann gilt das nicht?
Ärzte in der Facharzt- oder Oberarztstufe ohne Leitungsfunktion sind nicht von den spezifischen Regelungen eines Chefarztvertrags betroffen.
Einen Chefarzt-Vertrag sollte man vor der Unterzeichnung professionell prüfen lassen. Liquidationsrecht, D&O-Schutz und Haftungsregelungen haben erhebliche finanzielle und rechtliche Konsequenzen.
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