Ärzte sollten Stipendienbewerbungen mindestens zwölf Monate vor dem geplanten Projektstart einreichen, da Begutachtungsverfahren für medizinische Stipendien der DFG, der Deutschen Krebshilfe oder der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung regelmäßig sechs bis zwölf Monate dauern.
Das Emmy-Noether-Programm der DFG fördert exzellente Nachwuchswissenschaftler mit bis zu 1,3 Millionen Euro über fünf Jahre; Antragsteller sollten ihre Promotion vor weniger als fünf Jahren abgeschlossen haben. Die Bewerbung sollte mindestens 12 Monate vor dem geplanten Beginn eingereicht werden.
Hintergrund
Für Ärzte gibt es eine Vielzahl von Stipendien: Forschungsstipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Weiterbildungsstipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für Auslandsaufenthalte, Klinikstipendien der medizinischen Fachgesellschaften und Förderungen durch Stiftungen wie die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung oder die Deutsche Krebshilfe. Laut DFG werden jährlich rund 3.000 Stipendien im medizinischen Bereich vergeben. Der Antragszeitpunkt orientiert sich am Karrierestatus: Promotionsstipendien ab Studienabschluss, Postdoc-Stipendien nach der Promotion, und Habilitationsstipendien während der Habilitationsphase.
Wann gilt das nicht?
Wenn keine klare Forschungsfrage und kein konkretes Projektkonzept vorliegen, wird ein Stipendienantrag in der Regel abgelehnt. Reine Fortbildungsmaßnahmen ohne wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn werden von Forschungsstipendien nicht gefördert. Bei klinisch tätigen Ärzten ohne akademischen Hintergrund sind die meisten Forschungsstipendien nicht zugänglich; hier kommen eher praxisbezogene Förderangebote der KV in Frage.
Ärzteversichert begleitet Ärzte in der Stipendienphase mit dem richtigen Versicherungsschutz für Auslandsaufenthalte und Forschungstätigkeiten.
Quellen
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