Die gematik treibt die Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur (TI) mit der Einführung von TI 2.0 und einer cloudbasierten Konnektorlösung voran – was für Arztpraxen sowohl Investitionen als auch Vereinfachungen bedeutet.

Die gematik plant die schrittweise Ablösung der bisherigen Hardware-Konnektoren durch eine cloudbasierte TI 2.0-Lösung ab 2025. Das reduziert künftig Hardware-Investitionen, erfordert aber sichere Internetanbindungen und angepasste IT-Strukturen in den Praxen.

Hintergrund

Die gematik GmbH ist als nationale Agentur für digitale Medizin zuständig für die Telematikinfrastruktur, über die Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen vernetzt sind. Aktuell wichtige Entwicklungen:

TI 2.0 soll den bisherigen Konnektor als zentrale Hardware in der Praxis durch eine cloudbasierte Lösung ersetzen, die über eine sichere Internetverbindung funktioniert. Das bedeutet geringere Hardwarekosten, aber höhere Anforderungen an die Cybersicherheit. Der gematik-Authenticator ersetzt bisherige Komfort-Logins und ermöglicht die sichere Authentifizierung von Leistungserbringern. Zudem führt die gematik die Basis-ePA nach dem Opt-out-Prinzip ein, an der seit Januar 2025 alle Ärzte technisch teilnehmen müssen.

Für Praxen entstehen durch jede neue TI-Version Kosten für Software-Updates und ggf. neue Hardware. Die Finanzierung dieser Kosten ist teilweise über KBV-Vereinbarungen geregelt.

Wann gilt das nicht?

Privatärzte ohne Kassenzulassung sind von der Pflicht zur TI-Anbindung bislang weniger betroffen, werden aber durch Folgeregelungen zunehmend einbezogen. Krankenhäuser unterliegen eigenen TI-Regelungen.

Ärzteversichert informiert über IT-Haftungsrisiken und geeignete Cyber-Versicherungen für Arztpraxen.

Quellen

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