Anleihen (Schuldverschreibungen) sind festverzinsliche Wertpapiere, bei denen der Anleger dem Emittenten Kapital leiht und im Gegenzug regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des Nennwerts am Laufzeitende erhält.

Anleihen bieten Ärzten als Beimischung zum Aktienportfolio stabile, planbare Erträge mit geringerem Kursschwankungsrisiko; Zinserträge und Kursgewinne unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent, und die Rendite ist abhängig von Bonität des Emittenten und Zinsniveau.

Hintergrund

Staatsanleihen (z. B. Bundesanleihen) gelten als nahezu risikolos; ihre Rendite lag 2024 bei ca. 2,5 bis 3 Prozent jährlich. Unternehmensanleihen mit guter Bonität (Investment Grade) bieten 3 bis 5 Prozent, Hochzinsanleihen (High Yield) bis zu 8 Prozent bei höherem Ausfallrisiko. Zinserträge aus Anleihen unterliegen der Abgeltungsteuer (§ 20 EStG); der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro jährlich gilt auch hier. Anleihen-ETFs ermöglichen eine breite Streuung über viele Anleihen ohne den Aufwand der Einzeltitelselektion. Im aktuellen Zinsumfeld (2025/2026) sind Anleihen für Ärzte als Stabilitätsanker im Portfolio wieder attraktiver als in Niedrigzinsphasen.

Wann gilt das nicht?

Ärzte mit kurzfristigem Liquiditätsbedarf sollten keine langfristigen Anleihen kaufen, da Kursrisiken bei vorzeitigem Verkauf entstehen. Für die klassische Altersvorsorge empfiehlt sich eine Mischung aus Anleihen und Aktien, die je nach Risikobereitschaft und Anlagehorizont abgestimmt wird.

Ärzteversichert empfiehlt, Anleihen in die Gesamtfinanzplanung einzubinden und mit dem Versorgungswerk als Basisbaustein sinnvoll zu kombinieren.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →