Eine CEREC-Investition bezeichnet die Anschaffung eines computergestützten CAD/CAM-Systems (Computer-aided Design/Computer-aided Manufacturing), mit dem Zahnärzte Keramikrestaurationen wie Inlays, Onlays und Kronen direkt in der Praxis herstellen können.
Hintergrund
Das CEREC-System (Chairside Economical Restoration of Esthetic Ceramics) ist seit den 1980er-Jahren auf dem Markt und wurde von Dentsply Sirona kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuelle Geräte der Omnicam- und Primescan-Generation ermöglichen hochpräzise 3D-Abformungen ohne Abdruck. Die Investitionskosten setzen sich zusammen aus Kamera (10.000 bis 30.000 Euro), Schleifeinheit (ab 50.000 Euro) und Software-Abo. Für die steuerliche Planung gilt: Über den Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG lassen sich bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten vorab als Betriebsausgabe abziehen, maximal 200.000 Euro je Betrieb. Leasingmodelle erlauben eine monatliche Kostenverteilung ab ca. 1.500 Euro.
Wann gilt das nicht?
Zahnarztpraxen mit sehr geringem Patientenaufkommen oder hohem Anteil an herausnehmbarem Zahnersatz profitieren weniger von CEREC, da die Amortisation längere Zeit in Anspruch nimmt. Auch bei geplanter Praxisaufgabe innerhalb der nächsten fünf Jahre ist die Investitionsrechnung kritisch zu prüfen.
Quellen
- Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung: Praxisinvestitionen
- Bundesministerium der Finanzen: Investitionsabzugsbetrag § 7g EStG
- Bundeszahnärztekammer: Digitale Zahnheilkunde
Ärzteversichert hilft Zahnärzten dabei, die passenden Absicherungen für große Praxisinvestitionen zu finden und Finanzierungsrisiken zu minimieren.
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