Die Elektronikversicherung für Arztpraxen ist ein Spezialprodukt, das elektronische Geräte und IT-Systeme gegen Schäden absichert, die über den Schutzumfang einer normalen Inhaltsversicherung hinausgehen.

Die Elektronikversicherung deckt Schäden durch Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Überspannung, Kurzschluss, Softwarefehler und Vandalismusschäden an medizintechnischen Geräten und IT-Systemen. Eine moderne Arztpraxis hat häufig elektronische Ausrüstung im Wert von 50.000 bis über 300.000 Euro.

Hintergrund

Arztpraxen investieren erheblich in bildgebende Diagnostik (Ultraschall, Röntgen, MRT), Labortechnik, Praxissoftware-Hardware und Kommunikationssysteme. Die Inhaltsversicherung deckt typischerweise nur Feuer, Leitungswasser, Einbruch und Sturm, nicht aber Kurzschlussschäden oder Bedienungsfehler. Eine Elektronikversicherung schließt diese Lücke. Monatliche Prämien beginnen je nach Versicherungssumme und Selbstbehalt bei rund 30 bis 150 Euro. Viele Tarife schließen auch Datenverlustkosten und Kosten für die Wiedereingabe von Daten ein.

Wann gilt das nicht?

Schäden durch normalen Verschleiß oder vorsätzliche Handlungen des Versicherungsnehmers sind grundsätzlich ausgeschlossen. Sehr alte Geräte über einem festgelegten Alter (oft 10–15 Jahre) können von der Versicherbarkeit ausgeschlossen werden. Bei grober Fahrlässigkeit kann je nach Tarifgestaltung eine Leistungskürzung erfolgen. Softwarelizenzen ohne Hardware-Komponente werden nicht in jeder Police mitversichert.

Ärzteversichert analysiert für Praxisinhaber, welche Gerätewerte tatsächlich abgesichert werden sollten, und hilft dabei, Doppelversicherungen mit bestehenden Policen zu vermeiden.

Quellen

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