Ein ETF-Portfolio ist für Ärzte eine kostengünstige und breit diversifizierte Möglichkeit, Kapitalvermögen als Ergänzung zu Versorgungswerk und sonstiger Altersvorsorge aufzubauen.

Exchange Traded Funds (ETFs) sind börsengehandelte Indexfonds mit jährlichen Kosten von typischerweise 0,05 bis 0,3 % (TER). Ein globales ETF-Portfolio auf den MSCI World oder FTSE All-World bietet Zugang zu über 3.000 Unternehmen weltweit mit minimalem Verwaltungsaufwand.

Hintergrund

Historisch hat der MSCI World Index seit 1970 eine durchschnittliche jährliche Rendite von ca. 8 bis 10 % (in USD) erzielt. Ärzte mit hohem Steuersatz profitieren besonders von der Thesaurierung (Wiederanlage ohne sofortige Ausschüttungsbesteuerung) bis zum Verkaufszeitpunkt. Kapitalerträge werden mit 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag besteuert (Sparerfreibetrag: 1.000 Euro/Jahr, 2.000 Euro bei Verheirateten). Ärzte sollten ETF-Portfolios langfristig (Anlagehorizont 10 Jahre oder mehr) halten, um Kursrisiken durch den Zinseszinseffekt zu überkompensieren. Ein Core-Satellite-Ansatz kombiniert einen breiten Welt-ETF als Kern mit thematischen ETFs als Satelliten.

Wann gilt das nicht?

ETF-Portfolios sind nicht geeignet als kurzfristige Liquiditätsreserve oder für Anleger mit sehr geringer Risikobereitschaft. Wer innerhalb von 5 Jahren auf das angelegte Kapital zugreifen muss, sollte keine hohe Aktienquote wählen. Bei der Kapitalanlage über eine Praxis-GmbH gelten andere steuerliche Regeln als für Privatpersonen.

Ärzteversichert empfiehlt, ETF-Investments als einen Baustein in einer umfassenden Vermögensstrategie zu betrachten und nicht als Ersatz für Versicherungslösungen zur Absicherung von Berufsunfähigkeit oder Haftpflicht.

Quellen

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