Die Vorbereitung auf die Facharztprüfung erfordert eine strukturierte Wiederholung des gesamten Weiterbildungsgebiets und idealerweise mindestens drei bis sechs Monate gezieltes Lernen.

Empfehlenswert ist ein mehrmonatiger Lernplan, der aktuelle Fachbücher, Leitlinien der Fachgesellschaft und kollegiale Prüfungsgruppen kombiniert. Die Prüfung vor dem Landesprüfungsamt ist ein mündliches Fachgespräch von ca. 30 bis 60 Minuten; strukturiertes Falltraining ist die beste Vorbereitung.

Hintergrund

Die Facharztprüfung ist bundesweit in der Musterweiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer geregelt; die Landesärztekammern setzen sie in eigenen WBO um. Nach Erfüllung der Weiterbildungszeiten (je nach Fachrichtung 4 bis 6 Jahre) und Weiterbildungszeugnis des Weiterbilders meldet der Arzt sich zur Prüfung an. Prüfer sind erfahrene Fachärzte der Kammer. Lernressourcen umfassen Standardwerke wie Herold Innere Medizin, spezifische Fachbücher, AMBOSS und Online-Fallsammlungen. Eine Verschiebung der Prüfung kostet in der Regel eine zusätzliche Gebühr von 150 bis 500 Euro.

Wann gilt das nicht?

Wer noch nicht alle Weiterbildungszeiten und -inhalte nachweisen kann, wird zur Prüfung nicht zugelassen. Bei wiederholtem Nichtbestehen kann die Kammer Auflagen erteilen. Einige Fachgebiete haben zusätzliche Voraussetzungen (z. B. Operationszahlen oder Fallzahlen).

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten in der Weiterbildungsphase, parallel zur Prüfungsvorbereitung die grundlegenden Versicherungsabsicherungen für die weitere Berufskarriere zu überprüfen.

Quellen

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