Der Klimawandel wirkt sich direkt auf die menschliche Gesundheit aus, indem er die Häufigkeit von Hitzewellen, die Ausbreitung vektorübertragener Krankheiten und die Belastung durch Luftschadstoffe und Allergene erhöht.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Umweltbundesamtes sterben in Deutschland bereits heute mehrere tausend Menschen pro Jahr an hitzebedingten Ursachen. Die Zahl wird bei ungebremstem Temperaturanstieg bis 2050 auf über 20.000 Todesfälle jährlich steigen.

Hintergrund

Für Arztpraxen ergeben sich aus dem Klimawandel konkrete Veränderungen im Patientenspektrum: Die Pollensaison verlängert sich um bis zu 4 Wochen, was Allergiker stärker belastet. Tigermücken als Vektoren für Dengue, West-Nil-Virus und Chikungunya breiten sich in Deutschland aus. Hitzebedingte Herzkreislaufprobleme und Niereninsuffizienz nehmen zu. Das Bundesministerium für Gesundheit hat 2023 einen nationalen Hitzeschutzplan verabschiedet, der Arztpraxen in die Pflicht nimmt, Risikogruppen (Ältere, Kleinkinder, chronisch Kranke) proaktiv zu beraten. Umweltmedizinische Kompetenzen werden für Allgemeinmediziner und Internisten zunehmend relevant.

Wann gilt das nicht?

Regionen Deutschlands mit kühlerem Klima (z. B. Hochlagen im Mittelgebirge) sind von Hitzewellen weniger stark betroffen, jedoch durch andere Klimafolgen (z. B. Starkregenereignisse) belastet. Die klimabedingten Gesundheitsrisiken sind regional sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Quellen

Ärzteversichert informiert darüber, wie neue Krankheitsrisiken durch den Klimawandel auch die Risikoeinschätzung bei Berufsunfähigkeit und Haftpflicht berühren können.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →