Der Klimawandel wirkt sich direkt auf die menschliche Gesundheit aus, indem er die Häufigkeit von Hitzewellen, die Ausbreitung vektorübertragener Krankheiten und die Belastung durch Luftschadstoffe und Allergene erhöht.
Hintergrund
Für Arztpraxen ergeben sich aus dem Klimawandel konkrete Veränderungen im Patientenspektrum: Die Pollensaison verlängert sich um bis zu 4 Wochen, was Allergiker stärker belastet. Tigermücken als Vektoren für Dengue, West-Nil-Virus und Chikungunya breiten sich in Deutschland aus. Hitzebedingte Herzkreislaufprobleme und Niereninsuffizienz nehmen zu. Das Bundesministerium für Gesundheit hat 2023 einen nationalen Hitzeschutzplan verabschiedet, der Arztpraxen in die Pflicht nimmt, Risikogruppen (Ältere, Kleinkinder, chronisch Kranke) proaktiv zu beraten. Umweltmedizinische Kompetenzen werden für Allgemeinmediziner und Internisten zunehmend relevant.
Wann gilt das nicht?
Regionen Deutschlands mit kühlerem Klima (z. B. Hochlagen im Mittelgebirge) sind von Hitzewellen weniger stark betroffen, jedoch durch andere Klimafolgen (z. B. Starkregenereignisse) belastet. Die klimabedingten Gesundheitsrisiken sind regional sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit: Nationaler Hitzeschutzplan
- Bundesärztekammer: Klimawandel und Medizin
- RKI: Klimawandel und übertragbare Krankheiten
Ärzteversichert informiert darüber, wie neue Krankheitsrisiken durch den Klimawandel auch die Risikoeinschätzung bei Berufsunfähigkeit und Haftpflicht berühren können.
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