Nachhaltiges Investieren nach ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) erlaubt Ärzten, ihr Kapital renditebewusst und im Einklang mit ihren Werten anzulegen, ohne grundsätzliche Renditeeinbußen hinnehmen zu müssen.

ESG-konforme Fonds und ETFs sind seit 2021 durch die EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) reguliert und in Artikel-8- oder Artikel-9-Produkte eingeteilt. Langfristige Renditen liegen vergleichbar mit konventionellen Indizes, das Risikoprofil kann durch ESG-Filter sogar verbessert werden.

Hintergrund

Die EU-Taxonomieverordnung und die SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) seit März 2021 schaffen Transparenz für nachhaltige Finanzprodukte. Artikel-9-Fonds verfolgen explizit nachhaltige Anlageziele, Artikel-8-Fonds berücksichtigen ESG-Merkmale. Für Ärzte als Selbstständige mit hohem Einkommenspotenzial bieten sich vor allem Aktien-ETFs mit ESG-Filter, nachhaltige Dachfonds und grüne Immobilienanlagen an. Laut einer Analyse von Morningstar lagen nachhaltige Fonds in der 5-Jahres-Betrachtung 2018 bis 2023 im Schnitt auf Augenhöhe mit konventionellen Vergleichsfonds.

Wann gilt das nicht?

Kurzfristige Anlagestrategien mit Liquiditätsbedarf profitieren weniger von ESG-Produkten, da nachhaltige Fonds meist breit diversifiziert und auf lange Frist ausgelegt sind. Ärzte mit sehr konservativem Risikoprofil finden im ESG-Bereich weniger festverzinsliche Produkte als im konventionellen Markt. Greenwashing-Risiken bestehen: Nicht jedes als nachhaltig beworbene Produkt erfüllt strenge Kriterien.

Ärzteversichert hilft bei der Auswahl nachhaltiger Anlagestrategien, die zur individuellen Vermögens- und Altersvorsorgeplanung passen.

Quellen

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