Neurologen weisen aufgrund des hohen psychischen Belastungsniveaus und der Konfrontation mit schweren Erkrankungen ein erhöhtes Berufsunfähigkeitsrisiko auf, das Versicherer in eigenen Berufsgruppen abbilden und mit entsprechend höheren Prämien bepreisen.

Neurologen zahlen bei der BU-Versicherung je nach Anbieter Beiträge in Risikoklasse 2 bis 3 (von 5). Häufigste BU-Ursachen in diesem Fach sind psychische Erkrankungen (ca. 30 %), Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie neurologische Eigenerkrankungen.

Hintergrund

Laut GDV-Statistik sind psychische und neurologische Erkrankungen mit rund 30 % die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit bei Ärzten. Neurologen sind durch die intensive Patientenarbeit mit schwer erkrankten Personen besonders gefährdet, selbst ein Burn-out oder eine Depression zu entwickeln. Die Berufsklasseneinstufung variiert je nach Versicherer erheblich: Einige stufen Neurologen günstiger ein als Chirurgen, andere schlechter als Allgemeinmediziner. Ein BU-Schutz mit 3.000 bis 5.000 Euro monatlicher Rente kostet einen 35-jährigen Neurologen je nach Anbieter und Bedingungen zwischen 150 und 300 Euro monatlich.

Wann gilt das nicht?

Im reinen Gutachter- oder Forschungsbereich tätige Neurologen ohne klinische Patientenarbeit werden von manchen Versicherern günstiger eingestuft. Wer bereits seit vielen Jahren ohne Krankheitsunterbrechung arbeitet, kann bei einigen Anbietern von günstigeren Nachversicherungsoptionen profitieren.

Ärzteversichert vergleicht BU-Tarife speziell für Neurologen und findet den Anbieter mit der günstigsten Risikoklasseneinstufung für die individuelle Situation.

Quellen

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