Die Vorbereitung auf die ärztliche Niederlassung beginnt idealerweise 12 bis 18 Monate vor dem geplanten Praxisstart mit der Sondierung von Kassenarztsitzen, Finanzierungsgesprächen und dem Aufbau des notwendigen Versicherungsschutzes.

Zur Niederlassungsvorbereitung gehören: Kassenarztsitz beantragen oder kaufen, Praxisraum sichern, Finanzierung mit mind. 20 % Eigenkapital planen, Berufshaftpflicht und Praxisausfallversicherung abschließen sowie steuerliche Beratung einholen. Die Vorlaufzeit beträgt typisch 12 bis 24 Monate.

Hintergrund

Die Zulassung als Vertragsarzt wird durch den Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung erteilt. Kassenarztsitze in gesperrten Planungsbereichen können ab rund 50.000 Euro bis über 300.000 Euro kosten. Banken finanzieren Praxisgründungen typischerweise mit 80 % des Investitionsvolumens, verlangen aber einen detaillierten Businessplan. Pflichtversicherungen umfassen die Berufshaftpflicht, den Beitritt zum Ärzteversorgungswerk sowie die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft (BGW). Hinzu kommen freiwillige, aber dringend empfohlene Absicherungen wie Berufsunfähigkeits- und Praxisausfallversicherung.

Wann gilt das nicht?

Die Übernahme einer bestehenden Praxis (Praxisübernahme) reduziert einige Schritte, da Infrastruktur und Patientenstamm vorhanden sind. Wer als angestellter Arzt in einem MVZ oder einer BAG einsteigt, benötigt keine eigene Kassenzulassung als Praxisinhaber.

Ärzteversichert begleitet angehende Praxisinhaber bei der kompletten Versicherungsplanung zur Niederlassung und koordiniert alle notwendigen Absicherungen aus einer Hand.

Quellen

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