Eine private Pflegezusatzversicherung ergänzt die gesetzliche oder private Pflegepflichtversicherung und schließt die erhebliche Lücke zwischen tatsächlichen Pflegekosten (durchschnittlich über 4.000 Euro/Monat im Heim) und den Versicherungsleistungen.
Pflegezusatzversicherungen gibt es als Pflege-Tagegeld, Pflegekostenversicherung und Pflegerente. Ärzte sollten möglichst früh abschließen: Ein 40-jähriger zahlt für 50 Euro Pflege-Tagegeld ab Pflegegrad 4 ca. 50 bis 80 Euro monatlich; ein 60-jähriger das Drei- bis Vierfache.
Hintergrund
Der staatlich geförderte Pflege-Bahr (seit 2013) bietet einen Zuschuss von 5 Euro monatlich, ist aber aufgrund niedriger Leistungen für Hochverdiener wie Ärzte wenig attraktiv. Deutlich sinnvoller sind kapitalgedeckte Produkte ohne Gesundheitsprüfung bei frühem Abschluss oder leistungsstarke Pflege-Tagegeld-Tarife von privaten Versicherern. Wichtige Auswahlkriterien: Leistungsauslöser (ab welchem Pflegegrad), Höhe des täglichen/monatlichen Betrags, Dynamikoptionen und Wartezeiten. Ärzte als PKV-Versicherte haben keinen automatischen Zugang zu den günstigen Kolletivtarifen; individuelle Absicherung über spezialisierte Anbieter ist oft günstiger.
Wann gilt das nicht?
Personen mit sehr hohem Vermögen (Immobilien, Geldvermögen über 500.000 Euro) können Pflegekosten ggf. selbst tragen. Wer bereits in jungen Jahren an schweren Vorerkrankungen leidet, bekommt oft nur Tarife mit Ausschlüssen oder erhöhten Beiträgen.
Ärzteversichert vergleicht Pflegezusatztarife gezielt für Ärzte und empfiehlt Tarife ohne unnötige Einschränkungen bei optimalen Leistungen.
Quellen
- PKV-Verband
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
- Bundesministerium für Gesundheit
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