PKV-Zusatzversicherungen sind private Ergänzungsversicherungen, die GKV-Versicherten Zugang zu Privatleistungen ermöglichen oder PKV-Vollversicherten Lücken in ihrem Tarif schließen, etwa für Zahnersatz, Auslandsreisen oder Stationärkomfort.
Die häufigsten PKV-Zusatzversicherungen für Ärzte sind: Zahnzusatz (Implantate, Zahnersatz bis 100 %), Krankenhaus-Zusatz (Chefarzt, Einbettzimmer), Auslandsreisekrankenversicherung und Krankentagegeldversicherung. Für GKV-versicherte Klinikärzte ist der Krankenhaustagegeld-Zusatz besonders relevant.
Hintergrund
GKV-versicherte Ärzte (typischerweise Krankenhausärzte, die unter der Versicherungspflichtgrenze liegen) können über Zusatzversicherungen selektiv privatärztliche Leistungen hinzukaufen. Eine Zahnzusatzversicherung, die bei GKV-Versicherten beliebtes Produkt, kostet je nach Leistungsumfang 15 bis 80 Euro monatlich und erstattet Zahnersatz bis 90 % der Kosten. Der Krankenhauszusatz (Chefarzt + Einbettzimmer) kostet ca. 20 bis 60 Euro monatlich. Für PKV-vollversicherte Ärzte können Lücken durch Auslandsreisekrankenversicherung oder Krankentagegeld (falls nicht eingeschlossen) sinnvoll geschlossen werden.
Wann gilt das nicht?
Wer bereits in der PKV-Vollversicherung gut abgesichert ist, benötigt keine Zusatzversicherungen für GKV-Leistungen. Sehr kostengünstige Zusatztarife haben häufig Höchstbeträge und Wartezeitenregelungen, die ihren Wert einschränken.
Ärzteversichert analysiert den bestehenden Krankenversicherungsschutz und empfiehlt nur die Zusatzversicherungen, die echte Lücken schließen und keine unnötigen Doppelversicherungen darstellen.
Quellen
- PKV-Verband
- GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
- BaFin – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →