Die Sofortrente für Ärzte ist ein Rentenversicherungsprodukt, bei dem ein hoher Einmalbetrag in eine ab Vertragsbeginn sofort ausgezahlte, lebenslange monatliche Rente umgewandelt wird; sie eignet sich besonders nach einem Praxisverkauf oder der Auszahlung einer Kapitallebensversicherung.
Bei einer Sofortrente wird ein Einmalbeitrag von beispielsweise 300.000 Euro bei einem 65-jährigen Arzt in eine monatliche Rente von ca. 1.000 bis 1.400 Euro umgewandelt, die lebenslang gezahlt wird. Die genaue Rentenhöhe hängt von Alter, Geschlecht und dem Garantiezins des Versicherers ab.
Hintergrund
Die Sofortrente (sofort beginnende Rentenversicherung) ist in § 22 Nr. 1a EStG geregelt und unterliegt dem Ertragsanteilsprinzip: Nur ein Teil der Rente ist steuerpflichtig; der Ertragsanteil bei Rentenbeginn mit 65 Jahren beträgt 18 Prozent der Jahresrente. Bei einem monatlichen Rentenbetrag von 1.200 Euro bedeutet das eine jährliche Steuerlast auf ca. 2.592 Euro (18 Prozent von 14.400 Euro). Im Vergleich zu anderen Anlagevarianten bietet die Sofortrente das Vorteil der Lebenslänglichkeit: Auch wenn der Arzt sehr alt wird, fließt die Rente weiter. Einige Tarife bieten eine Rentengarantiezeit (z. B. zehn Jahre), sodass die Rente im Todesfall an Erben weitergezahlt wird. Nachteile sind die Inflationsrisiko (feste nominale Rente) und die mangelnde Flexibilität; das Kapital ist gebunden.
Wann gilt das nicht?
Wenn der Arzt das Kapital flexibel halten möchte oder eine hohe Rendite anstrebt, ist die Sofortrente nicht optimal; Tages- oder Festgeldanlagen mit Entnahmeplan bieten mehr Flexibilität. Bei sehr kurzem Planungshorizont (gesundheitliche Einschränkungen, wenige Jahre bis zum Tod) kann die Sofortrente wirtschaftlich ungünstig sein. Fondsgebundene Sofortrenten bieten Renditechancen, aber keine garantierte Rentenhöhe.
Quellen
- GDV – Sofortrente und private Rentenversicherung
- Bundesministerium der Finanzen – Ertragsanteil Rente
- Deutsche Rentenversicherung – Zusatzrenten im Alter
Ärzteversichert hilft Ärzten im Übergang in den Ruhestand, den Praxisverkaufserlös sinnvoll in eine lebenslange Einkommensquelle umzuwandeln.
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